mainarchitektour  IM MAINRUNDGANG

Qualitative Architektur im Kontext von Ort & Stadtgeschichte

 

Mai-Oktober, jew. am 1. Samstag eines Monats ab 14:30:

Samstag, 5. Mai, 2. Juni, 7. Juli, 4. Aug. 8. Sept., 6. Okt. 2018, 14:30-18:00 Uhr, € 25 / € 20 / € 10

Kosten:  25 €  1. Teilnehmer / 20 € je Begleitung / 10 € Jugendliche Begleitung < 18 Jahren

1 € special guests - für alle öffentlichen Touren

 

Start / Ende: 60311 Frankfurt a.M.- Römerberg / Eiserner Steg

 

Diese klassische mainarchitektour startet im Herzen Frankfurts - am Frankfurter Römerberg, führt über das Altstadtareal Richtung Osten zur ehemaligen Großmarkthalle und zum Skaterpark, retour am Sachsenhäuser Ufer - mit stop auf der Alten Brücke - bis zum Eisernen Steg. Der kurzweilige wie informative Rundgang erklärt anschaulich die Frankfurter Stadtentwicklung von den Anfängen bis heute, sowohl an Plänen und Grafiken, im Historischen Museum an Stadtmodellen, wie auch 1:1 vor Ort. Qualitative zeitgenössische Architektur unterschiedlicher Nutzung und Stadtplanungen, werden betrachtet und ein Bezug zur historischen, zur Weltarchitekturgeschichte zählenden Frankfurter Großmarkthalle (1926-1928) von Martin Elsaesser hergestellt. Heute ist sie, 1984 unter Denkmalsschutz  gestellt, um die seitlichen Bauten reduziert, stark verändert und saniert, Teil des neuen EZB Areals.


Mitten unter uns: immer wieder kreuzen die Spuren jüdischer Geschichte den Weg. Jede mainarchitektour IM MAINRUNDGANG variiert, bietet neue und variantenreiche Perspektiven auf die Stadt.Wer mag läßt die Eindrücke im Anschluß am Mainufer sitzend mit Blick auf die Skyline nachklingen.

 

Behindertengerechte Route? Definitiv nein: Kopfsteinpflaster, unbefestigte Wege, Treppen. Und doch kommt es immer anders als man denkt: ausgerechnet ein selbständig agierender Rollstuhlfahrer und eine junge Mutter mit sperrigem Kinderwagen, jeweils Teilnehmer größerer Gruppen, strahlten am Ende der 3,5 stündigen Tour (ob der Tour, nicht ob des Endes) übers ganze Gesicht.

 

links: Großmarkthalle 1928 - Shortfilm, Quelle: Frankfurter Rundschau



mainarchitektour  GEN OSTEN

Spannende Konversionen eines Industriegebietes

Markhalle, Brauerei & Fabrik - kreativ umgenutzt mit neuer Strahlkraft

 

Samstag, 16. Juni 2018 14:30 - 17:00 Uhr - 20 €  / 15 € / 10 €

Start / Ende: Frankfurter Großmarkthalle, Sonnemannstraße / Hanauer Landstraße

RMV: U6, RE Züge (Ostbahnhof), S 1-6, 8,9 (Ostendstraße) / retour: Tram 11 (Ostendplatz)

 

Innovative Konversionen können einen Ort neu beleben. Diese Tour zeigt Umnutzungen unterschiedlicher Größe - und die damit verbundenen städtebaulichen, architektonischen, wirtschaftlichen und sozialen Chancen -  im Frankfurter Ostend, das entlang der Hanauer Landstraße am Ostendhafen liegt.   

Ausführlich wird die zur Weltarchitektur zählende Großmarkthalle, 1926–28 vom Tübinger Architekten Martin Elsaesser erbaut von außen betrachtet. Die gekonnt gegliederte, innen wie außen großartig gestaltete Markthalle gilt als sein Meisterwerk. Ähnlich der Kleinmarkthalle im Stadtzentrum war sie, bis 2004 genutzt, Puls gebender Herzschlag am Eingang zum Frankfurter Osten. Sie galt seinerzeit als größte stützenfreie Stahlbetonhalle der Welt. Seit 2005 ist die seit 1984 denkmalgeschützte Großmarkthalle, inzwischen saniert, verändert und umgenutzt, Teil des neuen EZB Areals. Begehung des ehem. Stellwerks "Bahnhof Großmarkthalle" und Panoramablick von der Deutschherrnbrücke (1911–13).

 

Fahrt entlang der Hanauer Landstraßeder einstigen Handelsstraße von Frankfurt gen Osten -  mit divers genutzten einstigen Industriebauten. Begehung des (1999-2002) neu konzipierten und umgenutzten UNION Areals in der Nähe des Osthafens auf dem Gelände der ehem. (ab) 1908 erbauten UNION Brauerei: heute ein urbanes, gemischt genutztes Quartier, das Ostend belebend und aufwertend, Führung durch ein Designhotel (Umnutzung). Diese Tour im sich weiter verändernden Ostend variiert je nach Teilnehmern. Ausklang in einer Überraschungslounge


mainarchitektour  MIT KAMM & KRONE

Weltarchitektur mit Schatten

Chemiekartell versa Büroinvestment - qualitative Bürogebäude und -areale im Vergleich

 

Samstag,  21. Okt. 2017, 14:30 - 17:00 Uhr - 20 €  / 15 € / 10 €

Start / Ende: Frankfurt - Uni Campus Westend / City -Taunusanlage nahe Alte Oper

Intensive Betrachtung des geschichtsträchtigen, zur Weltarchitektur zählenden IG Farben Ensembles, das 1928-30/31 von Hans Poelzig im Stil der Neuen Sachlichkeit erbaut und von Dissing+Weitling (Kopenhagen) 1998-2001 vorbildlich sensibel saniert wurde. Seit 2001 wird es von der J. W. Goethe Universität und u.a. auch  vom Fritz Bauer Institut genutzt. Der 250m lange kronenartiger Hauptsitz des 1925/26 gegründeten Chemiekartells IG Farben AG liegt im Grüneburgpark des Frankfurter Westends, eingebettet in eine terrassierte, von Poelzig und Max Bromme gestaltete Parklandschaft mit Bassin, Wasserspeier und der Skulptur Am Wasser von Klimsch.  

Mitten unter uns entwickelte sich hier ein wichtiger Akteur und Profiteur des 3. Reichs, der Zyclon B als Massenvernichtungsmittel vorschlug, herstellte und lieferte. 1945-95 wurde das Areal als europäisches Headquarter der US Streitkräfte (und der CIA Deutschland) genutzt. 

Kurzbegehung des heutigen Unicampus Westend, der im neuen Jahrtausend  neu konzipiert wurde: nun reihen sich achsial nördlich des IG Farben Ensembles überwiegend steinverkleidete Instituts- und Universitätsgebäude.   

Weiterfahrt zum <mainbuilding> von gmp, Gerkan Marg & Partner (Hamburg), in der Taunusanlage nahe der Alten Oper. Beide Gebäude haben eine Kammstruktur, eine Steinfassade und überraschend schöne öffentliche Außenanlagen.


Epochale Macher

Frankfurts Architektur wurde im letzten Jahrhundert von zwei Visionären nachhaltig positiv geprägt: Ernst May in den 20er Jahren und Heinrich Klotz in den 80ern. Der eine schuf das NEUE FRANKFURT im Wohn- und Siedlungsbau im Stil der Neuen Sachlichkeit, der andere die KULTURMEILE mit Museen überwiegend im postmodernen Stil. Beide holten sich hierfür exzellenten Architekten - hier die Avantgarde aus Dessau, dort die zu Wettbewerben geladene internationale Architekturelite, darunter mehrere Pritzger-Preisträger. Beide waren weltmännisch, Macher und geschickte Netzwerker. Hinzu kam das Glück oder Geschick, adäquate Entscheider in der Stadt als Mitspieler zu gewinnen.


mainarchitektour  DAS NEUE FRANKFURT

Römerstadt versa Riedberg

Hohe Wohnqualität & Identität gebende Siedlungsplanung gestern & heute im Vergleich

 

Samstag, 03. März, 28. Apr 2018, 14:30 - 17:00 Uhr - 20 €  / 15 € / 10 €

Start / Ende: Frankfurt Römerstadt (Heddernheim) / Riedberg

RMV: U1 (Römerstadt) retour: U2, U8 (Riedberg)

 

Rundgang durch die - auf dem einstigen Römerkastell Nida - 1927-1929 am Hang erbaute Römerstadt mit Panoramablick auf  Niddaaue und Kleingartenanlage. Erste voll elektrifizierte Wohnsiedlung Deutschlands mit Reihen-, Mehrfamilien- und Torhäusern im Stil der Neuen Sachlichkeit und von Leberecht Migge und Max Bromme gestalteten Gärten und Wegen. Eingebettet in Ruhe, Licht und Natur entstand der standardisierte Wohnungsbau mit 1.220 Wohneinheiten unter Leitung des Stadtbaurats und Siedlungsamtsleiters Ernst May nach Plänen von Architekt Carl-Hermann Rudloff u.a. Bauhaus Koriphäen aus Dessau. Martin Elsaesser, Leiter des Hochbauamtes,  baute die Geschister-Scholl-Schule, die später von Behnisch Architekten erweitert wurde. Diese als Trabantenstadt konzipierte, bis heute beispielhafte Siedlung bietet einen Katalog voller Standardbausteine für qualitatives Wohnen mit Identität und individuellen Nischen - im Innen- wie im Außenraum. Individuelle Option einer Kurzbegehung des sanierten Ernst-May Hauses mit Frankfurter Küche der Wiener Architektin Margarete Schütte-Lihotzky.

 

Weiterfahrt und Außenbegehung eines aktuellen ( 2005 -2008), energieeffizienten Wohnblocks am neu bebauten Frankfurter Riedberg. 55 Wohneinheiten wurden in diesem von einem der besten Architekturbüros im Bereich Wohnen entworfen: dem von Le Corbusier geprägten Atelier 5 aus Bern (CH) im Auftrag eines Bauträgers. Gut situierte, dichte, qualitative Wohnblöcke am nördlichen Frankfurter Stadtrand mit Blick auf Taunus und Frankfurt, umgeben von Riedwiese, Schulen und Kindertagesstätten in Passivhausbauweise, Läden, kirchlichen Zentren, Universitätsgebäuden und Forschungszentren; fußläufig im Süden liegen das Mertonviertel, ein Büroviertel sowie im Westen Universätsbauten.


Frankfurter Rundschau - Artikel vom 31.7.2017

Frisch in den 50ern -Wiederaufbauarchitektur ist besser als ihr Ruf

mainarchitektour  SWINGING FIFTIES

Verkannt, verstaubt, vergessen?

Charme und Qualität der 50er Jahre Architektur und Stadtplanung

 

 

Samstag, 10. März, 21. April 2018, 14:30 - 17:00 Uhr - 20 €  / 15 € / 10 €

 

Start / Ende: 60311 Frankfurt Römerberg / F - Eschenheimer Turm

 

1946-56, in zehn Jahren wurden 126.000 Wohnungen in Frankfurt durch Wiederaufbau und Instandsetzung geschaffen. Dennoch fehlten 1956 noch 30.000 Wohnungen in der weiter wachsenden Stadt, die von 1939-56 um über 100.000 Einwohner gewachsen war - nebst deren Autos. Bisweilen wohnten bis zu acht Personen in einem Raum, Menschen lebten 1956 noch immer in Bunkern! Oberbürgermeister Walter Kolb sah im Sozialen Wohnungsbau daher seine Hauptaufgabe.

 

Viele Elemente der Modernen Architektur der 20er Jahre werden nach Krieg und Zäsur des 3. Reichs in den 50er Jahren - stilistisch neu aufgelegt - wieder umgesetzt. Dies geschieht in einfachem Standard mit wenigen Materialien wie  "runtergekloppten" Ziegeln. Bei genauem Hinsehen läßt sich neben pragmatischer Planung viel Liebe zum Menschen und Nutzer, charmante Verspieltheit, Individualität im Massenwohnungsbau eingebettet in abwechslungsreiche ruhige, grüne Idyllen und umsichtige Stadtplanung entdecken.

 

Die Tour zeigt die variantenreiche, subtile Qualität der Nachkriegsarchitektur anhand verschiedener Nutzungen und vieler Details im neuen Frankfurter Stadtzentrum, darunter Parkhaus Hauptwache, Kleinmarkthalle, Büro- und Wohnblöcke der Neuen Altstadt, Wohnhochhaus, Café mit "runder Ecke", Bienenkorbhaus, ehem. Bayerhaus u.a.m.

Thematik und Formensprache dieser Epoche sind hoch aktuell, an die elementaren architektonischen und städetbaulichen Entwurfsgedanken der 20er und 50er Jahre gehört alle Dekaden leider erneut erinnert.

 

Ausklang auf einer imposanten Dachterrasse mit Blick auf Stadt und Taunus - bestens geeignet für einen individuellen Drink.


mainarchitektour  ART & ARCHITECTURE

Die Kunst für die Kunst zu bauen – kraft der Visionäre

Museumsbauten der 80er und frühen 90er Jahre  

 

Samstag, n.n., 14:30 - 17:00 Uhr - 20 €  / 15 € / 10 €

Start / Ende: 60311 Frankfurter Altstadt / Städel Museum, Schaumainkai (Sachsenhausen)

oder vice versa

 

Diese Tour zeigt drei Museen - einen Neubau und zwei Erweiterungen, Zeugnisse dreier Meister ihres Fachs: das MMK erbaut (1991) von Hans Hollein (Wien, AU), das MAK (1982-85) von Richard Meier (New Jersey, USA) und die Städel Erweiterung (1990) von Gustav Peichl (Wien, AU).

 

Die Projekte fügen sich leise in das historische Umfeld und beleben es charmant. Sie orientieren sich an den relevanten historischen Nachbargebäuden mit sicherem Gespür für Farbe, Material, Proportion und Gliederung, sprechen gleichzeitig selbstbewußt die stilistische Sprache ihres Entwerfers und ihrer Zeit.

 

Das Museum für Moderne Kunst (MMK) ist ein bis ins Detail ausgetüffteltes  Gesamtkunstwerk Holleins im postmodernen Stil, das städtebaulich und architektonisch gelungen Besucher bis auf's Dach in den Bann zieht und Exponate variantenreich in Szene und gutes Licht setzt. 

 

Das Museum für angewandte Kunst (MAK) besteht aus drei eleganten, weißen Würfeln, die die klassizistische Metzler Villa im Park am Mainufer ergänzen. Meier, zählte zu den New York Five und ist vom Stil Le Corbusiers geprägt.  

 

Der Erweiterungsbau des Städels von Gustav Peichl besticht durch das feine Fugenbild und gekonnte Gliederung der weißen, Ruhe ausstrahlenden Marmorfassaden. Die spanisch anmutende Ostfassade kommt seit Öffnung des südlichen Innenhofs angemessen zur Geltung. Nun wirkt sie in einem gelungenen, wohl ausbalancierten Zusammenspiel mit den historischen Fassaden und der mit runden Oberlichtern durchwirkten, quadratischen Rasenfläche im Stile eines Victor Vasarely: 

art meets architecture.

Mehr zur Kunst: unter der Rasendecke. Mehr zur Architektur: auf der mainarchitektour.

 



mainarchitektour  NACH MARRAKESCH  seit 2015

Vorurteile in Wissen konvertieren

Interkulturelle Bildung & Architektur mit Fokus Lehm | Farben | Material 

 

n.n. Feb. 2018 (KW 7)

MEHRTÄGIGE REISE mit eigener An-/ Rückreise (3:45 Stunden Direktflug ab FRA / RAK)

Ruhig gelegenes, gepflegtes Hotel im Nobelviertel Gueliz

(15 Fußmin. zum zentralen Jemaa-El Fnaa Platz, 15 Taximin. zum Flughafen)

 

Marrakesch breit gefächert kennenlernen, authentisch erleben. Die ersten Eindrücke nach der Ankunft: Sonne, Ruhe Sicherheit (abgesehen vom Straßenverkehr), aufmerksame Freundlichkeit von allen Seiten. Die eigenen Vorurteile fallen schnell über Bord. Am 3. Tag beginnt die Entschleunigung. Der Fächer der Eindrücke ist bunt und sinnesreich. Der marokkanische Whisky, thé à la menthe, läd bei jeder Gelegenheit zur Entspannung ein. Diese bilderreiche Reise eignet sich für interessierte, interkulturell sensibilisierte, reiseerfahrene Personen, die Marrakesch in kurzer Zeit umfassend entdecken wollen, ggf. auch erste Geschäftskontakte suchen.

Es ist kein Rundumpauschal-allinclusive-Kopfaus-Angebot. Den Teilnehmern bleibt genügend Zeit für Erholung und individuelle Kontakte, Erkundungstouren und Einkäufe.

 

In der 1070 gegründeten Roten Stadt mit ca. 900.000 Einwohnern wird arabisch, berber, französisch und vereinzelt englisch gesprochen. Führer (guides), Fahrer und Hotelpersonal sprechen neben französisch i.d.R. flüssig englisch. 

Retour entspannt erholt mit 1001 Bildern im Kopf nebst manch' neuer Idee, einigen Bazartrophäen und vielen liebenswerten Begegnungen.

 

Nähere Information, Programm und Leistungen auf Anfrage.


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